
FOG Pro Version 1.9.1
Mit FOG Pro 1.9 erwarten Sie zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen für die Modellbearbeitung und -analyse. Ein Schwerpunkt der neuen Version liegt auf der direkten Einbindung und Nutzung digitaler Geländemodelle. Geländedaten können nun zentral in FOG Pro verwaltet und für verschiedene Werkzeuge genutzt werden. Mit der neuen topografischen Analyse lassen sich daraus unter anderem Senken, Fließwege und Einzugsgebiete automatisiert ermitteln.
Auch die Bearbeitung von Kanalnetzen wurde weiter ausgebaut. Neue Werkzeuge zum Zuweisen und Interpolieren von Höhenwerten sowie die erweiterten Auswahlmöglichkeiten im Längsschnitt erleichtern die Bearbeitung bestehender Modelle. Geländehöhen können dabei direkt aus einem hinterlegten Geländemodell übernommen werden.
Darüber hinaus bietet FOG Pro 1.9 zahlreiche weitere Neuerungen für eine effizientere Modellbearbeitung. Verbesserungen bei der Flächenbearbeitung, beim Import und bei der Verarbeitung von Niederschlagsdaten sowie zusätzliche Werkzeuge vereinfachen wiederkehrende Arbeitsschritte und unterstützen Sie beim Aufbau und bei der Bearbeitung Ihrer Modelle.
Geländemodell-Raster
Mit FOG Pro 1.9 können digitale Geländemodelle als neues Objekt Geländemodell-Raster in das Projekt eingebunden werden. Hierzu werden die Pfade zu den verwendeten Rasterdaten hinterlegt. Auch mehrere Rasterkacheln können gemeinsam verwendet und als zusammenhängendes Geländemodell dargestellt werden.
Das Geländemodell-Raster steht anschließend für verschiedene Werkzeuge in FOG Pro zur Verfügung und ermöglicht so die direkte Nutzung von Geländehöhen innerhalb der Modellbearbeitung.
Topografische Analyse
Mit der neuen Topografischen Analyse können aus einem Geländemodell-Raster automatisch Senken, Fließwege und Einzugsgebiete ermittelt werden.
Senken können sowohl als Raster mit der jeweiligen Senkentiefe als auch als Polygone ausgegeben werden. Für die Polygone werden zusätzlich Kenngrößen wie Fläche, Volumen und maximale Tiefe ermittelt. Für berechnete Fließwege wird die Größe des jeweils zugehörigen Einzugsgebiets als Attribut ausgegeben.
Darüber hinaus können für frei wählbare Analysegebiete die topografischen Einzugsgebiete bestimmt werden. Die einzelnen Analysen können je nach Aufgabenstellung unabhängig voneinander durchgeführt werden.
Einzelflächen ohne Polygongeometrie
Einzelflächen ohne eigene Polygongeometrie können nun über eine Koordinate räumlich verortet und in der Karte dargestellt werden. FOG Pro erzeugt hierfür eine Ersatzgeometrie, deren Größe sich an der angegebenen Flächengröße der Einzelfläche orientiert.
Die Einzelflächen können dadurch auch in verschiedenen Flächenwerkzeugen berücksichtigt werden, beispielsweise beim Vererben der Zuordnung aus Einzugsflächen. Über das Attribut Polygonfläche kann zwischen Einzelflächen mit und ohne tatsächlicher Polygongeometrie unterschieden werden.
Höhenwerte im Längsschnitt interpolieren
Mit dem neuen Werkzeug Höhenwerte interpolieren können Höhenwerte direkt im Längsschnitt bearbeitet werden. Zur Auswahl stehen Schachtsohlen, Deckelhöhen, Haltungssohlen und Haltungsscheitel.
Je nach Aufgabenstellung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Werte können zwischen einem ersten und letzten bekannten Wert interpoliert oder fehlende Höhen anhand vorhandener Werte ergänzt werden. Zusätzlich kann für einen ausgewählten Haltungsstrang ein definiertes Gefälle vorgegeben werden.
Höhenwerte zuweisen
Das neue Werkzeug Höhenwerte zuweisen ermöglicht die komfortable Übertragung und Ableitung von Höhenwerten. Es kann sowohl im Längsschnitt als auch für ausgewählte Elemente in der Netzansicht verwendet werden.
Als Grundlage können unter anderem Deckel-, Sohl- und Geländehöhen sowie Haltungssohlen verwendet werden. Darüber hinaus können Höhen direkt aus einem hinterlegten Geländemodell-Raster übernommen werden. Die Zielwerte können entweder direkt übernommen oder mit einem frei definierbaren Abstand oberhalb bzw. unterhalb des Ausgangswertes gesetzt werden.
Erweiterte Auswahl im Längsschnitt
Die interaktive Bearbeitung im Längsschnitt wurde erweitert. Mehrere Elemente können nun einfach durch Aufziehen eines Rechtecks gemeinsam ausgewählt werden.
Die Auswahl im Längsschnitt ist zudem mit der Netzansicht synchronisiert. Ausgewählte Elemente werden damit gleichzeitig in beiden Ansichten selektiert und können leichter im räumlichen Zusammenhang betrachtet und bearbeitet werden.
Erweiterter Import aus HYSTEM-EXTRAN-Modelldatenbanken
Der Import aus HYSTEM-EXTRAN-Modelldatenbanken wurde erweitert. Beim Import kann nun gezielt ausgewählt werden, welche Objektarten übernommen werden sollen.
Damit ist es nicht mehr erforderlich, sämtliche unterstützten Objekte einer Modelldatenbank zu importieren. Stattdessen können gezielt die für die jeweilige Aufgabenstellung benötigten Daten übernommen werden.
Regenschreiber zuordnen
Mit einem neuen Werkzeug können Regenschreiber automatisch den zugehörigen Flächen zugeordnet werden. Die räumliche Zuordnung erfolgt nach dem Thiessen-Verfahren, wie es bereits aus HYSTEM-EXTRAN und GIPS bekannt ist.
Dadurch können insbesondere bei größeren Flächenmodellen die Zuordnungen schnell und einheitlich auf Grundlage der räumlichen Lage der Regenschreiber erzeugt werden.
Regenraster visualisieren
Regenraster können nun direkt aus dem Parameterdialog heraus erzeugt und anschließend in ArcGIS Pro angezeigt werden.
Damit lässt sich die räumliche Verteilung des Niederschlags unmittelbar kontrollieren und gemeinsam mit den weiteren Modelldaten visualisieren.
Massenumbenennung von Objekten
Mit der neuen Massenumbenennung können die Namen einer großen Anzahl von Objekten in einem Arbeitsschritt geändert werden. Die Zuordnung der bisherigen und neuen Namen erfolgt über eine Textdatei.
Bestehende Referenzen auf die umbenannten Objekte werden automatisch aktualisiert, sodass die Konsistenz des Modells erhalten bleibt.
Durchlässe für die gekoppelte 1D/2D-Modellierung zeichnen
Mit dem neuen Werkzeug Durchlass zeichnen können gekoppelte Durchlässe für die 1D/2D-Modellierung komfortabel erstellt werden. Die für die Kopplung erforderlichen Objekte und Verknüpfungen werden dabei automatisch erzeugt.
Sofern ein Geländemodell-Raster hinterlegt ist, können die benötigten Sohlhöhen direkt aus dem Geländemodell übernommen werden. Dadurch lässt sich die Erstellung von Durchlässen deutlich vereinfachen und beschleunigen.
Bugfixes
#97917 Projekterstellung mit nicht unterstützten Koordinatensystemen
Beim Anlegen eines FOG Pro Projekts mit einem Koordinatensystem ohne EPSG-Code konnte es zu einem Fehler kommen. Da FOG Pro ausschließlich Koordinatensysteme mit EPSG-Code unterstützt, wurde eine entsprechende Validierung ergänzt.
#98759 TW-Einzugsflächen beeinträchtigen Vererbung
Unter bestimmten Umständen konnten TW-Einzugsflächen die Vererbung der Zuordnung von Einzugsflächen auf Einzelflächen beeinträchtigen. Der Fehler wurde behoben.