
Gründung des itwh
Aus Forschung wird Praxis
Das itwh geht aus einer Arbeitsgruppe am Institut für Wasserwirtschaft der Universität Hannover hervor. Die Gründer Prof. Dr. Friedhelm Sieker, Dr. Hans-Reinhard Verworn, Dr. Richard Harms und Dr. Lothar Fuchs verbinden von Beginn an wissenschaftliche Expertise mit Ingenieurpraxis und Softwareentwicklung.
Die ersten Jahre
Neue Werkzeuge für die Stadtentwässerung
Mit dem Einsatz von Personal Computern werden hydraulische Simulationen komplexer Abwassersysteme auch ohne kostspielige Großrechner möglich. Das itwh gestaltet diesen Wandel mit dem Programm HYSTEM-EXTRAN aktiv mit und fördert durch die Schulungsreihe „Microcomputer in der Stadtentwässerung“ den Einsatz computergestützter Planungs- und Berechnungsverfahren in Ingenieurbüros und Kommunen.

Ingenieurprojekte als zweites Standbein
Ingenieurpraxis und Softwareentwicklung
Mit dem ersten großen Generalentwässerungsplan für die Stadt Flensburg etabliert sich die Ingenieurpraxis neben der Softwareentwicklung als zweiter Geschäftsbereich des itwh. Zeitgleich beginnt die langjährige Beratung der Bauverwaltungen der Länder. Das itwh wirkt maßgeblich an der Entwicklung der Baufachlichen Richtlinien Abwasser (ehemals Arbeitshilfen Abwasser) und an der Einführung der ISYBAU-Austauschformate mit.
Simulationsmodelle für die nachhaltige Siedlungsentwicklung
Gewässerschutz und Blau-grüne Infrastrukturen in der Ingenieurpraxis
Mit KOSIM ermöglichen Langzeitseriensimulationen detaillierte Nachweise komplexer Entwässerungssysteme mit dezentralen Rückhalte- und Versickerungsanlagen. Damit schafft das itwh wichtige Grundlagen für die Planung und Bewertung blau-grüner Infrastrukturen und leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen, klimaangepassten Siedlungsentwicklung.
Wachstum in Hannover
Mehr Raum für neue Aufgaben
Das itwh erweitert seine Räumlichkeiten am Engelbosteler Damm und übernimmt zusätzliche Flächen des Universitätsinstituts, aus dem das Unternehmen hervorgegangen ist. Damit schafft es die räumlichen Voraussetzungen für weiteres Wachstum.

CONTROL
Entwässerungssysteme intelligent bewirtschaften
Mit CONTROL erweitert das itwh die hydraulische Simulation um die aktive Steuerung von Entwässerungssystemen. Frühe Projekte in Dresden (1998) und Wien (1999) legen den Grundstein für weitere Ingenieurprojekte und den heutigen Geschäftsbereich der Echtzeitsteuerung (Real-Time Control, RTC).
Neue Standorte
Ingenieurleistungen vor Ort
Mit der steigenden Zahl bundesweiter Ingenieurprojekte, insbesondere im Bereich hydraulischer Berechnungen und Schmutzfrachtberechnungen, wächst das itwh kontinuierlich. Das zunehmende Projektvolumen führt auch zum Ausbau der regionalen Präsenz: Neben Hannover entstehen weitere Standorte in Dresden und Flensburg, später auch in Nürnberg.

Wissens- und Technologietransfer
Wissenstransfer über Grenzen hinweg
Als Gründungsmitglied von Wasser Hannover, einem Netzwerk aus Ingenieurbüros und Institutionen, engagiert sich das itwh seit 2006 im Wissenstransfer mit China. Aus der Zusammenarbeit entstehen zahlreiche Projekte für eine nachhaltige Stadtentwässerung. Eine besondere Bedeutung gewinnt dabei das Schwammstadt-Konzept als Ansatz für eine klimaangepasste Stadtentwicklung. Seit 2009 erstreckt sich das internationale Engagement auch auf Vietnam.
Generationenwechsel
Verantwortung für die Weiterentwicklung
Nach vielen Jahren unter der Leitung der Gründergeneration beginnt ein Generationswechsel an der Spitze des itwh. Mit dem Ausscheiden von Richard Harms und später Lothar Fuchs aus der Geschäftsführung übernehmen Thomas Beeneken, Martin Lindenberg und Stefan Schneider Verantwortung für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

Neue Möglichkeiten
Kanalnetz und Oberfläche gemeinsam betrachten
Mit der Einführung der 2D-Modellierung erweitert das itwh seine Möglichkeiten in der Ingenieurpraxis. Neben dem Kanalnetz lassen sich nun auch oberflächliche Abflussprozesse detailliert abbilden. Starkregen und Überflutung rücken stärker in den Fokus und treiben zugleich die Weiterentwicklung der Simulationssoftware voran.

Internationale Großprojekte
Ingenieurkompetenz trifft Softwareinnovation
Mit den Großprojekten zur intelligenten Kanalnetzsteuerung in Warschau (2019) und im Emschergebiet (2021) erreicht die Ingenieurpraxis des itwh eine neue Größenordnung. Die Verbindung hydraulischer Modellierung mit digitalen Zwillingen, vorausschauenden Simulationen auf Grundlage von Radarregendaten und Echtzeitsteuerung ermöglicht eine effizientere Nutzung vorhandener Kanalnetzkapazitäten und trägt zur Reduzierung der Gewässerbelastung bei. Die Projekte verdeutlichen zugleich die enge Verzahnung von Ingenieurwesen und Softwareentwicklung.
Heute
Ingenieurwesen, Forschung und Software unter einem Dach
Heute arbeiten über 80 Mitarbeitende an vier Standorten an vielfältigen Aufgaben der Siedlungswasserwirtschaft – von der hydraulischen Modellierung und Planung über die Echtzeitsteuerung von Entwässerungssystemen bis zur Entwicklung eigener Software.
Forschung und Entwicklung bleiben dabei zentrale Innovationstreiber. Die konsequente technisch-wissenschaftliche Ausrichtung prägt das itwh bis heute und stellt sicher, dass aktuelle Forschungserkenntnisse unmittelbar in die Ingenieurpraxis und Softwareentwicklung einfließen.
Über 35 Jahre itwh
Aus Forschung wird Praxis. Aus Ideen werden Lösungen. Seit unserer Gründung.
Was an der Universität Hannover begann, hat sich zu einem Unternehmen mit über 80 Mitarbeitenden an vier Standorten in Deutschland entwickelt.
Seit unserer Gründung verbinden wir Forschung, Ingenieurpraxis und Softwareentwicklung. Gemeinsam beraten, planen, berechnen, forschen und entwickeln wir mit einem klaren Ziel: Siedlungsräume nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten.

