Kurzinfo
- Auftraggeber:
Landeshauptstadt Dresden, Umweltamt - Bearbeitungszeitraum:
2021-2022 - Kenngrößen:
A ≈ 330 km² - Softwareeinsatz:
- Modellierung mit Surface-water Modeling System (SMS)
- 2D-Oberflächenhydraulik mit HydroAS
- Besonderheiten:
- Analyse des maßgebenden Starkregenereignisses
- Analyse der Abflusswirkung des Kanalnetzes bei Starkregen
- Ortsbegehung und Bewertung hydraulisch wichtiger Stellen
- Gefährdungsanalyse mittels 2D-Oberflächenabflussberechnung

Aufgabenstellung
Für das gesamte Stadtgebiet der Landeshauptstadt Dresden werden Starkregengefahrenkarten erstellt. Der Starkregen ist dabei analog zum Ereignis vom Juli 2021 im Ahrtal gewählt.
Die Bearbeitung und Berechnung erfolgt mit der Software Surface-water Modeling System (SMS) und HydroAS. Das Modell wird auf Grundlage hochaufgelöster Laserscandaten erstellt. Ergänzend werden wichtige Bau- und Geländestrukturen auf Grundlage von Luftbildern und ergänzenden Ortsbegehungen analysieren und, falls erforderlich, berücksichtigt. Neben dem Oberflächenabfluss aus dem Einzugsgebiet des Stadtgebiets selbst werden die Abflüsse weiterer Gewässer 1. Ordnung durch Daten hydrologischer Gewässerberechnungen eingearbeitet. Die Funktion des Kanalnetzes wird mit einer vereinfacht bestimmten, stationären Leistungsfähigkeit berücksichtigt und in den Ansatz zur Abflussbildung integriert.
Die Simulation erfolgt, indem der effektive Niederschlag direkt über den Ansatz von Quellterme (Rain on Grid) im Oberflächenmodell berücksichtigt wird.
Die Berechnungsergebnisse werden aufbereitet und dem Auftraggeber digital übergeben. Die Darstellung erfolgt im interaktiven Geodatenportal der Landeshauptstadt Dresden („Themenstadtplan“).
Navigation: Themen – Umwelt – Hochwasser & Starkregen – Extremer Starkregen (Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten)
Weiterführende Links:
Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden zur Veröffentlichung der Gewässerkarte mit Blick auf Starkregen-Gefahren:
https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2023/01/pm_017.php
Bearbeitungsumfang
- Abgrenzung der hydrologischen Einzugsgebiete für das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Dresden
- Aufbau Oberflächenmodel auf Basis von Laserscandaten
- Begehung und ggf. Integration kleinräumiger Bau- und Geländestrukturen
- Detaillierte Integration bestehender Hochwasserrückhaltebecken
- Analyse der Wirkung der Kanalisation auf den Oberflächenabfluss bei Starkregen durch hydrodynamische Berechnungen
- Parametrisierung der Abflussbildung auf natürlichen und kanalisierten Flächen
- Auswertung und Übertragung eines repräsentativen Niederschlags auf Grundlage des Ereignisses des Starkregens im Juli 2021 im Ahrtal
- 2D-Oberflächenabfluss-Simulation mit Aufbereitung der Ergebnisse (Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten)
- Dokumentation und Beratungen
